Willkommen auf DerArlberg.at

Fast 50 Jahre Skifahren am Arlberg – das hinterlässt Spuren. Nicht nur im Schnee, sondern auch in der eigenen Biografie. Begonnen hat’s Anfang der 70er Jahre in St. Anton –  oder genauer gesagt bei einem abendlichen Abstecher von St.Anton nach Lech, das auch damals schon für jeden Skifahrer einen klangvollen Namen hatte.

Der 34 PS Studenten-Käfer hatte mit dem Arlbergpass gut zu tun, und nach einem bescheidenen Abendessen in einem längst vergessenen Selbstbedienungs-Restaurant am Ortseingang –mehr ließ der studentische Etat nicht zu!- gings auf Erkundungstour ins Dorf. Und genau da nahm das Schicksal seinen Lauf:

Mit ungläubigem Staunen sah ich nämlich kurz vor Mitternacht im Halbdunkel eine Seilbahngondel -ich glaube, sie war weinrot- geräuschlos aus des Dorfes Mitte nach oben entschwinden, und ich schloss messerscharf: Da oben musste auch zu so später Stunde noch menschliches Leben möglich sein!

Ein Hauch von Neugier und Berg-Romantik, aber auch die Faszination der Technik machten einen zweiten Besuch noch in derselben Woche unausweichlich, und was daraus in den späteren Jahren erwuchs, will ich in den nächsten Wochen und Monaten aus dem Gedächtnis hervorkramen und durch Recherchen, Erläuterungen und mancherlei Hintergründe ergänzen. Jedenfalls hab ich inzwischen die erwähnten „Spuren menschlichen Lebens“ da oben am Berg  zur Genüge und in vielen Varianten kennengelernt…..;-))

Doch der Reihe nach: Der nächste Winter 1972 folgte und mit ihm die Lust auf neue Skiabenteuer in Seefeld, Garmisch, Kitzbühel, Gerlos, Hintertux und was da zu jener Zeit in der Skiwelt so Rang und Namen hatte, aber einmal pro Saison „Lech“ war fürderhin Pflicht!

Und so ist es geblieben bis heute… die familiäre Entwicklung –beginnend mit der Eheschließung „bei einem Einkehrschwung“ in die Bauernstube vom Goldenen Berg– ließ zwar in der Folgezeit dank schulpflichtiger Ehefrau und Kinder  die Zahl der jährlichen Skireisen ferienbedingt schrumpfen, aber Lech ist bis heute Pflicht geblieben und hat zuweilen bei uns so etwas wie eine Monopolstellung erreicht! Und dass derlei „Suchtverhalten“ offenbar ansteckend ist, davon zeugen meine Kinder Jan und Swantje, die seit ihrem vierten Lebensjahr in Oberlech so gut wie zuhause sind und auch mit Mitte 30 offenbar nicht vorhaben, dies zu ändern. Die Mitgliedschaft im Skiclub Arlberg ist da schon eher selbstverständlich …und auch Swantjes halbjährige Zwillinge (Stand Dezember 2016) haben schon Lecher Bergluft geschnuppert….

Wie es weiter ging (und hoffentlich noch eine Weile weiter gehen wird), davon will ich in diesem Blog in lockerer Folge erzählen: von Menschen, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts hier mit viel Initiative die Ursprünge des alpinen Skilaufs geschaffen haben, von der Technik, die hier immer neue Meisterleistungen vollbringt (Doppelmayr sei`s gedankt!), und von den vielen heiteren Kleinigkeiten am Rande, die auch nach fast 50 Jahren die Freude auf die kommende Saison immer wieder –und hoffentlich noch lange- wachhält.

Dies alles will ich mit persönlichen Erinnerungen verknüpfen,  dabei aber auch Informationen über Hintergründe und Vergessenes als Ergebnis eigener Recherchen beisteuern und  so mein ganz persönliches Bild vom Skilauf am Arlberg  entwerfen – ein Bild, welches bei dem einen oder anderen „Wiederholungstäter“ unter den Lech-Besuchern sicher persönliche Erinnerungen,  hier und da aber vielleicht auch Erstaunen und Bewunderung  für viele ungeahnte Dinge im Hintergrund auslösen mag.

Vielleicht erwächst daraus sogar in nicht allzu ferner Zukunft ein einheitlicher zusammenfassender  Text (man könnte auch mit aller Vorsicht „Buch“ dazu sagen, wer weiß?) -doch darüber später! Schon jetzt habe ich bei meinen ersten Schritten in dieser Richtung Unterstützung erfahren – insbesondere die Vorarlberger Nachrichten haben sich spontan entschlossen, das Vorhaben zu unterstützen (und auf diese Weise sogar in mir einen Abonnenten für ihre Online-Ausgabe gewonnen).

Einen herzlichen Dank an Gerold Riedmann von den VN für Zeitzeugen_gesucht

Nicht zuletzt deshalb freue mich aber über jeden Kommentar….denn eines hab ich bereits in den vergangen Wochen dieses Winters gemerkt: Man entdeckt immer wieder Neues, aber auch längst Vergessenes, wenn man erst einmal angefangen hat, zu suchen!

Irgendjemand aus meinem persönlichen Umfeld  (ich glaube, es war mein Sohn Jan!) hat diese Situation recht treffend beschrieben:

„Du bist alt genug, um das alles selbst erlebt zu haben, und du bist noch jung genug, davon „live“ zu berichten…“

Eines will ich dabei ganz sicher nicht: Den zahlreichen, zum Teil recht sehenswerten professionellen Internetbeiträgen im Dienst von Werbung und Vermarktung einen weiteren hinzufügen. Dies würde meine Möglichkeiten übersteigen und meinem Ziel nicht dienen.

Was ich anstrebe ist ein ganz persönliches Gedächtnisprotokoll meiner vergangenen Jahrzehnte am Arlberg. Die „Tiroler“ mögen`s mir verzeihen, wenn die Vorarlberger Seite dabei ein wenig im Vordergrund steht – dies ist keine Wertung, sondern einfach eine Konsequenz meiner persönlichen Arlberg-Geschichte – man kann eben nicht überall sein….

Also sei`s drum:  Wenn nicht jetzt, wann sonst!

Skiheil, Euer Ekkehard „Ekki“ Bechler

Wer in der Zukunft davon mehr lesen möchte, der schreibt eine Email mit „Lesen“ an derarlberg@gmx.de!!

2 Gedanken zu „Willkommen auf DerArlberg.at

  • 14. April 2017 um 18:27
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    Ein wunderbarer Bericht über das “ Gsibeger“ Land! Ein langjähriger Lechfshrer

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    • 24. April 2017 um 5:37
      Permalink

      Was bedeutet der Begriff „Gsiberger Land? Noch nie gehört….

      Antwort

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