Arlberg on the road…..

…ist sicher etwas übertrieben, aber immerhin hatte ein wichtiges Elemente der Alberger Ski-Szene  am 9.11. tatsächlich den Weg nachHamburg angetreten. Der Skiclub Arlberg war zu Gast in Karlheinz Hausers Skihütte auf  Hamburgs höchster Erhebung- dem Süllberg.

Hoch über der Elbe, mit Blick auf die ein- und ausfahrenden Schiffe, das Alte Land und die skyline des Hafens steht seit einigen Jahren während der Wintersaison eine zünftige stilechte Jausenstation. Karlheinz Hauser, Küchenchef im „Süllberg Hotel und Restaurant“ und (überwiegend)  hochgelobter Repräsentant der Hamburger Küchenszene, lässt alljährlich im „schönsten Biergarten Hamburgs“ alpine Hüttenatmosphäre entstehen, und so kam es, dass wie schon zwei Jahre zuvor der erste der alljährlichen SCA-Stammtische dieses Winters in Hamburg stattfand .- eben in dieser nördlichsten Skihütte der Alpen.

Der Abend begann zünftig mit Zirbenschnaps und Glühwein, und rasch war vor der Hütte unter den eintreffenden SCA-Mitglieder eine rege Unterhaltung im Gange.  Zwischen Martin Wille vom Zürser Hirlanda  und mir begann ein intensiver Meinungsaustausch, wo es denn den besten Kaiserschmarrn gibt – im Hirlanda oder bei Willi Bischof im Oberlecher Formarin. Bei nächsterGelegenheit werd` ich es wiedermal testen…

Stefan Jochum vom SCA absolvierte den offiziellen Teil des Abends mit gewohnter Eloquenz und Humor und so konnte man bald zum musikalisch-gemütlichen Teil des Abends übergehen. 3 Musikanten hatte man -dem Anlass entsprechend- in Trachtenjanker und Leder-Kniebundhosen gesteckt, sie hätten aber wahrscheinlich im Matrosenanzug genau so überzeugend gewirkt.

Wie, warum und weshalb dieser Stammtisch am Süllberg- darüber wurde an diesem Abend viel (und teilweise Widersprüchliches) erzählt. Eines tauchte dabei aber immer wieder auf und dürfte wohl den Kern der Sache treffen- ein freundschaftliche Beziehung zwischen Hauser und Martin Prodiger vom Sandhof in Lech.Ob es eine gemeinsame Kochlehre im Hospiz in St.Christoph gewesen ist oder die gemeinsame Mitgliedschaft im SCA -oder schlicht und einfach geschäftliches Interesse und ein Gespür für neue Märkte -auch dieses Jahr bewies die Zahl der Teilnehmer, dass man offensichtlich richtig gelegen hatte mit der Idee, und mach einer wird auf diese Weise wohl nicht zum letzten Mal auf dem Süllberg gewesen sein…

Und dass die Hamburger unter den Arlberg-Gästen weit überrepräsentiert sind, wird keiner bezweifeln, der die Szene auch nur annähernd kennt.Ich selbst erinnere mich gern (undmit einer gewissen Dankbarkeit !) an meine ersten Ferien in Lech! Gerade eben beruflich nach Hamburg verschlagen und dort zu jener Zeit  noch ziemlich „heimatlos“, fanden ganz bald die ersten Kneipenbesuche im Hamburger „Onkel Pö“ oder in anderen Hamburger Szene-Kneipen im Kreise jener Skifahrer statt, die ich aus Lech und Oberlech kannte….Und dass der erste (und bisher einzige!) Versuch der Hamburger Politik, die traditionellen Skiferien Anfang März  zu kippen, kläglich gescheitert ist – dazu hat auch die „politische Willensbildung“ in Lecher Skikursen und Glühwein-Runden sicher ein Stück beigetragen.

Wie es sich traditionell für den SCA-Stammtisch gehört, wurden auch auf dem Süllberg einige zusätzliche Mitglieder begrüßt und mit dem grauen Pullover ausgestattet -bis nach China reichte diesmal das nationale Spektrum, und sogar eine Neuheit wurde bekannt gegeben: Erstmals wurde eine sog. „Notaufnahme“ vollzogen, indem in einem Einzelfall offenbar von der Erfüllung einzelner Mitgliedschaft-Kriterien -„anständiger“ Skifahrer, guter Leumund („Bürgen“) und langjährige Arlberg-Erfahrung-  abgesehen wurde. Worauf verzichtet wurde, blieb im Dunkeln…klar war aber, dass es sich bei dieser „Notaufnahme“ nicht um eine medizinische Angelegenheit handelt („Schockraum 1“ oder so etwas Ähnliches..)   Die Analogie zu  der umstrittenen und geheimnisumwitterten  Vergabe Lecher Ferienwohnungen mit ihren „besonders berücksichtigungswürdigen Umständen“ bliebhier dankenswerter Weise unerwähnt. Nicht alle SCA-Mitglieder sind mit den Interna der Lecher Politik so vertraut….

Es gibt jetzt also unter den weit über 8000 SCA-Mitgliedern aus 52 Ländern  wie früher bei den Doktoren und Professoren Mitglieder „h.c.“ – honoris causa also. Eigentlich heisst das ja „ehrenhalber“ und soll  besondere Verdienste würdigen – böse Zungen übersetzen diese lateinische Abkürzung zuweilen aber  auch mit „anstandshalber“….

 

Zum Schluß noch eine Anmerkung in eigener Sache:

Meine regelmäßigen Leser werden sich erinnern: Ich schreibe diesen Blog vor dem Hintergrund einer geplanten Veröffentlichung über „Lifte und Leute“ in Lech und Umgebung. Daher meine Bitte: Ich bin jetzt am Ende meiner Recherchen, habe vieles Erfahren und weiss über manche Zusammenhänge Bescheid, die selbstEinheimische nicht kennen (oder vielleicht auch nicht kennen sollen?), Trotzdem würde ich mich abschließend noch einmal über Anregungen und Berichte aus Sicht langjährigen Arlberg-Gäste und anderer Leser des Blogs freuen.

Bis demnächst also

Ekkehard „Ekki“ Bechler

im November 2018

 

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