Vorfreude

Liebe althergebrachte „Arlberg-Fans“

Schön wär`gewesen, wenn ich es geschafft hätte, bei diesjährigen Jahrestreffen des SCA wieder dabei zu sein um alte und neue Freunde zu treffen, aber es gab halt zuviel anderes zu tun….

Nicht zuletzt schwebt immer noch das Ziel meines ex-post_Tagebuchs „Lech-Lifte und Leute“ über all meinen einschlägigen Aktivitäten , und allmählich wird es ja auch Zeit, damit ernst zu machen.

 

Eine ausgesprochen freundlich Erfahrung hat mir dieses „ausgefallene Wochenende“  so ganz am Rande trotzdem gebracht: Ich hatte ein Quartier gebucht – um nicht lange telefonieren zu müssen, über die bewährte booking.com-Schiene.

Anreise wie so oft (um die Zeit zum Schreiben zu nutzen) per Bahn bis Lindau und von dort mit Mietwagen zum Arlberg, Ziel zwar diesmal das Haus Mathies in Stuben, von wo auch umgehend die Buchungs-Bestätigung kam.

Dass ich dann stornieren musste, tat mir leid, und die Storno-Gebühr war ich dann auch bereit zu verschmerzen. Business is business! Aber die Überraschung kam umgehend in Gestalt einer E-mail, die nach zwei Tagen bei mir ankam. Mit sehr netten Worten teilte man mir mit, dass man die Absage zwar bedauere, aber trotzdem auf die Berechnung der Storno-Gebühr verzichten wolle in der Hoffnung auf eine zukünftige Buchung…Bemerkenswert dabei ich gehörte nicht zu den Stammgästen dieses Hauses, aber auch so kann man Gäste gewinnen….

„Das hat Stil“ war auch die einhellige Meinung in meinem Freundeskreis, als ich davon erzählte, und ich dachte spontan an einen fast vergessenen Werbespruch der Deutschen Bahn: „Der nächste Winter kommt bestimmt!“

Aber noch sind die Erinnerungen an erfreuliche Stunden dieses Sommers noch frisch und so gibt es einiges zu berichten, was sich in den letzten Wochen und Monaten zu beoachten war und für manch einen sicher auch Erinnerungen aufzufrischen vermag.

Es war bei einem Spaziergang im Zuger Tal Richtung „Auerhahn“.

 

Vor einem der ehrwürdigen alten Bauernhäuser lag ordentlich aufgereiht eine Vielzahl von Kuhglocken an ihren kräftigen Leder-Halsbändern, und ganz offensichtlich hatte sich ein fleißiger Helfer daran gemacht, die Spuren  von Wind und Wetter zu beseitigen, um dem zünftigen Halsschmuck der Kühe rechtzeitig vor dem Almabtrieb gegen Ende der Saison ein ordentliches Aussehen zu verleihen.

 

Es war ungefähr zwei, drei Tage später, als ich einem meiner Lecher „Verbindungsleute“ , dem ich so manche wertvolle Information verdanke, diese Bilder ganz beiläufig zeigte. Grinsend sah er, der schon manchen frechen Kommentar losgelassen hat, mich an und meinte,  dass ihn diese beiden Bilder irgendwie an die Schaufenster von Uhren-Schmuck-Huber in der Lecher Dorfmitte erinnern….Kein Kommentar an dieser Stelle!

Aber noch eine andere Erinnerung habe ich an diesen Nachmittag und an eben dieses Bauernhaus. Nach einem kurzen Gespräch erfuhr ich nämlich, dass in diesem  Haus der „dienstälteste“ Lecher Bürger  seinen Lebensabend verbringt! Nach einem kurzen Gespräch mit seiner Pflegerin ergab sich dann die Möglichkeit , den alten Herrn , der mir aus meinen Recherchen über die Geschichte des Lecher Skibetriebs durchaus bekannt war,  am nächsten Tag persönlich kennenzulernen ..und davon will ich beim nächsten Mal berichten!

 

Bis dahin mi besten Grüßen -diesmal aus Kalabrien am südlichen Ende des italienischen Stiefels!

Ekkehard „Ekki“ Bechler

 

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